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Neuer Kreisvorstand gewählt: Die Linke Lörrach will starke soziale Stimme im Landkreis werden

Anne-Katrin Naujoks

Die Kreismitgliederversammlung des Kreisverbands Die Linke Lörrach hat am Sonntag, den 12. Juli 2026, einen neuen Kreisvorstand gewählt. Der Kreisverband will in den kommenden Jahren seine politische Arbeit im Landkreis weiter ausbauen, mehr Mitglieder aktiv einbeziehen und sich stärker mit Vereinen, Verbänden und Initiativen vor Ort vernetzen.

Zu Kreissprecherinnen wurden Lina Faller und Anne-Katrin Naujoks gewählt. Volker Hügel wurde
als Kreisgeschäftsführer und Manfred Jannikoy als Schatzmeister in ihren Ämtern bestätigt. Lena
Wonner-Daecke übernimmt im neuen Vorstand unter anderem die Mitgliederbetreuung.

„Unser Kreisverband ist gewachsen. Jetzt geht es darum, aus diesem Wachstum auch gemeinsame politische Kraft entstehen zu lassen“, erklärt der neu gewählte Kreisvorstand. „Politische Arbeit darf nicht nur von wenigen Menschen in einem Vorstand getragen werden. Wir wollen Räume schaffen, in denen Mitglieder und Gäste ihre Ideen, Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen und unseren Landkreis aktiv mitgestalten können.“

Der Kreisverband sieht gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen die Notwendigkeit einer starken linken Stimme im Landkreis. Wachsende soziale Ungleichheit, eine Politik, die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Verwertbarkeit zunehmend über soziale Sicherheit stellt, massive Aufrüstung bei gleichzeitigen Kürzungen im sozialen Bereich, Rückschritte beim Klimaschutz und ein gesellschaftlicher Rechtsruck prägen die politischen Debatten. Gleichzeitig erleben viele Menschen, dass ihre alltäglichen Sorgen und Anliegen politisch kaum noch Gehör finden.

Einen ersten wichtigen Aufschlag für eine stärkere Verankerung vor Ort sieht der neue Vorstand im Sozialprotest „Es reicht! – Lörrach wehrt sich!“, an dem sich im Juni trotz großer Hitze rund 250 Menschen beteiligten. Gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften und sozialen Initiativen aus der Region wurde ein deutliches Zeichen gegen Sozialabbau und Kürzungspolitik gesetzt.

„Der Sozialprotest hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns stärker mit den Menschen und Organisationen vor Ort vernetzen. Wir wollen nicht nur vor Wahlen sichtbar sein. Wir wollen langfristig Beziehungen aufbauen, zuhören, voneinander lernen und dort politische Kämpfe unterstützen, wo die Folgen sozialer Ungerechtigkeit ganz konkret spürbar werden.“

Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2029 will der Kreisverband frühzeitig damit beginnen, linke kommunalpolitische Perspektiven für den Landkreis zu entwickeln. Dabei setzt der neue Vorstand ausdrücklich auf Beteiligung. Neue wie langjährige Mitglieder sind eingeladen, sich einzubringen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie sich der Landkreis Lörrach in den kommenden Jahren entwickeln soll.

„Wie wollen wir hier leben? Was brauchen Familien, junge und ältere Menschen, queere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationsgeschichte? Wie sichern wir soziale Infrastruktur, bezahlbares Wohnen und echte Teilhabe? Wie schaffen wir ein solidarisches Miteinander, das Menschen zusammenbringt, statt sie gegeneinander auszuspielen und unsere Gesellschaft weiter zu spalten? Wie schaffen wir Klimaschutz, der nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die ohnehin wenig haben? Diese Fragen wollen wir nicht in einem kleinen Kreis beantworten. Wir wollen sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort diskutieren.“

Auch innerhalb der Partei stehen wichtige programmatische Debatten an. Im Rahmen der bundesweiten Weiterentwicklung des Grundsatzprogramms will der Kreisverband Lörrach Möglichkeiten schaffen, sich vor Ort einzubringen und gemeinsam über linke Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu diskutieren.

Der neue Kreisvorstand lädt deshalb ausdrücklich alle Menschen ein, die sich für soziale Gerechtigkeit, konsequenten Klimaschutz, Frieden, eine solidarische Gesellschaft und eine starke demokratische Stimme gegen den Rechtsruck engagieren möchten.

„Man muss kein Politikprofi sein und auch nicht schon seit Jahren Parteiarbeit machen. Wer zuhören, mitdenken, widersprechen oder ganz konkret mit anpacken möchte, ist bei uns willkommen. Wir wollen gemeinsam eine Linke aufbauen, die im Landkreis präsent ist, die zuhört – und die laut wird, wenn Menschen kein Gehör finden.“

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