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v. l. n. r.: Benjamin Nickelsen, Johannes Kölbel, Lars Biesenthal, Anne-Katrin Naujoks

DIE LINKE vor Ort: Besuch in Rehaklinik und verstärkte Haustürgespräche im Wahlkreis

Anne-Katrin Naujoks

Am 16. Januar 2026 war unser Direktkandidat im Wahlkreis Lörrach, Lars Biesenthal, gemeinsam mit Anne-Katrin Naujoks, Mitglied des Kreisverbands Lörrach, zu einem fachlichen Austausch in der Fachklinik Tannenhof in Todtnauberg zu Gast. An dem Gespräch nahmen für die Klinik Johannes Kölbel (Verwaltungsleitung), Benjamin Nickelsen (Geschäftsführer des Vereins Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe) sowie Christiane Robold (Öffentlichkeitsarbeit) teil.


Die Klinik bietet seit Jahrzehnten stationäre Mutter- und Vater-Kind-Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen an, beschäftigt über 100 Mitarbeitende und setzt bewusst auf regionale Vernetzung, unter anderem bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Damit ist sie nicht nur ein wichtiger Bestandteil der gesundheitlichen Infrastruktur, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor für die Region Todtnau und den ländlichen Raum im Landkreis Lörrach.


Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Auswirkungen aktueller und geplanter Gesundheitsreformen auf Vorsorge- und Reha-Einrichtungen. Thematisiert wurden insbesondere die Verhandlungen mit den Krankenkassen, der daraus resultierende Kostendruck sowie die Folgen für das Leistungsspektrum und die Gehalts- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.


„Wenn Tagessätze die realen Kosten nicht abbilden, geraten Einrichtungen, Mitarbeitende und letztlich auch die Familien unter Druck. Gesundheit und Prävention dürfen nicht den Logiken reiner Kostendämpfung untergeordnet werden“, erklärte Lars Biesenthal im Anschluss an den Termin. Der Austausch habe deutlich gemacht, dass finanzielle Engpässe nicht nur Investitionen erschwerten, sondern auch soziale Schieflagen verstärken könnten.


So wurde im Gespräch auch deutlich, dass die derzeitige Vergütungslogik dazu führt, dass die Aufnahme von Familien mit nur einem Kind oder von alleinerziehenden Elternteilen für Kliniken wirtschaftlich besonders herausfordernd ist. Für diese Gruppen ergeben sich dadurch teils Wartezeiten von über einem Jahr, während Familien mit mehreren Kindern oft deutlich schneller aufgenommen werden können.


Auch der Fachkräftemangel wurde thematisiert. Die Klinik sieht Potenzial, durch mehr Flexibilität bei Stellenbesetzungen qualifizierten Quereinsteiger*innen oder Personen mit vergleichbaren Kompetenzen den Einstieg zu ermöglichen, ohne Qualitätsverluste in Kauf zu nehmen. Enge Vorgaben der Krankenkassen schränkten diese Möglichkeiten jedoch stark ein.


Der Besuch ist Teil einer Reihe von Vor-Ort-Terminen und Gesprächen, mit denen wir im Landkreis Lörrach gezielt den Austausch mit Einrichtungen, Beschäftigten und Bürger*innen suchen. Ergänzend dazu werden in den kommenden Wochen die Haustürgespräche im Wahlkreis ausgeweitet. Ziel ist es, Anliegen, Sorgen und Erwartungen direkt aufzunehmen und in die landespolitische Arbeit einzubringen.
„Wir wollen wissen, was die Menschen wirklich bewegt – sei es im Gesundheitswesen, im sozialen Bereich, bei steigenden Lebenshaltungskosten oder bei Fragen von Pflege, Familie und Arbeit“, so Anne-Katrin Naujoks. Bürger*innennähe und eine Politik, die sich an den realen Lebensbedingungen orientiert, seien zentrale Leitlinien der LINKEN.


Die Fachklinik Tannenhof und der Trägerverein signalisierten Interesse an einem zukünftigen Austausch und daran, ihre Erfahrungen sowie Best-Practice-Beispiele in politische Diskussionen einzubringen.

Auch wir bekräftigten, diesen Dialog aktiv fortsetzen und die Erfahrungen in der landespolitischen Arbeit aufzugreifen zu wollen.


Wir verstehen die Landtagswahl als Chance, unter anderem soziale Themen, die Stärkung des ländlichen Raums und eine verlässliche öffentliche Gesundheitsversorgung wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

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